Frank Engel wird Pate von inhaftiertem iranischem Pastor

Der Europaabgeordnete der Europäischen Volkspartei: „Irans Vorgehen gegen Christen ist genauso wenig akzeptabel wie sein Atomprogramm“ - IGFM beklagt „alltägliche Menschenrechtsverletzungen im Iran“

Frankfurt / Luxemburg (25. Januar 2012) – Mit der Übernahme der Patenschaft für den inhaftierten Pastor Mehdi Foroutan setzt der Europaabgeordnete der Europäischen Volkspartei, Frank Engel, ein Zeichen für Menschenrechte. „Nirgendwo auf der Welt dürfen Menschen straffällig werden, weil sie bestimmten religiösen Überzeugungen anhängen“, so Engel. Laut der IGFM, hat sich die Situation im Iran für Christen nach der angeblichen Wiederwahl Mahmoud Ahmadinedschads, am 12. Juni 2009, dramatisch verschärft. Täglich würden sie diskriminiert, misshandelt, gefangengenommen – viele würden zudem zum Tode verurteilt.

Mehdi „Petros“ Foroutan (*1985) ist Pastor einer iranischen Hauskirche. Nach mehrmaligen vorübergehenden Festnahmen, wurde er im Zuge einer groß angelegten Polizeiaktion gegen christliche Hausgemeinden im Dezember 2010 verhaftet. Erst hielt man ihn an einem geheimen Ort gefangen. Am 3. März 2011 wurde Pastor Foroutan wegen „Vergehen gegen die nationale Sicherheit" zu einer einjährigen Gefängnisstrafe sowie einer Geldstrafe verurteilt. Hintergrund der Vorwürfe: Er habe mit Muslimen über den christlichen Glauben gesprochen. Es folgte Einzelhaft im „Abel Abad Gefängnis“ in Shiraz, der Hauptstadt der südiranischen Provinz Fars. Am 15. April 2011 kam er auf Kaution frei, doch nachdem das Berufungsgericht die Haftstrafe bestätigte wurde er am 25. September 2011 erneut verhaftet. Pastor Foroutan verbüßt er seine Haftstrafe im Abel Abad-Gefängnis.

Frank Engel würdigt Mehdi Foroutan als einen mutigen Kämpfer, der sich für seinen Glauben einsetzt: „Trotz erster Verhaftung 2010 und kontinuierlichen Bedrohungen, hat Mehdi Foroutan nicht davon abgelassen, seinen christlichen Glauben weiterhin zu leben und praktizieren. Dazu gehört im Iran enormer Mut". Engel ist zudem zutiefst bestürzt darüber, dass „Mehdi Foroutan wohl katastrophalen Haftbedingungen und Folter im Abel Abad-Gefängnis ausgesetzt ist und sogar als "Ketzer" zum Tode verurteilt werden könnte". „Er unterstreicht, dass die Religionsgesetzgebung in der Islamischen Republik Iran für die zivilisierte Weltgemeinschaft völlig inakzeptabel ist“

Im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms engagieren sich prominente Politiker für politische Gefangene im Iran. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin betont: „Mehdi Foroutan ist leider nur ein Fall unter vielen – es gibt hunderte wenn nicht gar tausende von Personen  in der Islamischen Republik Iran, die aufgrund ihrer Religion in Haft sitzen. Viele von ihnen werden unter unmenschlichen Bedingungen gehalten – teilweise schlimmer als Tiere. Massive physische und psychische Gewalt ist in iranischen Gefängnissen an der Tagesordnung. Eine politische Patenschaft wie sie  Frank Engel übernommen hat, gibt den verfolgten Regimegegnern internationale Aufmerksamkeit und damit Schutz“. Bisher unterstützen der ehemalige Präsident des Europaparlamentes, Hans-Gert Pöttering sowie die Europaabgeordneten der Fraktion der Europäischen Volkspartei, Hans-Peter Mayer und Michael Gahler das Patenschaftsprogramm der IGFM.

Zur Lage der Menschenrechte im Iran unter:

www.igfm.de/Menschenrechtsverletzungen-in-der-Islamischen-Republik-Iran.573.0.html 

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:

https://www.facebook.com/igfmdeutschland


Frank Engel

Député européen

Né le 10 mai 1975, Luxembourg

Groupe du Parti Populaire Européen
(Démocrates-Chrétiens)
Membre du bureau

Luxembourg
Parti chrétien social
luxembourgeois

Biographie

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